Mittwoch, 10. Juli 2019

Volle Belastung auf dem Rad

Mittlerweile sind mehr als drei Wochen, nach dem MFR, vergangen und ich konnte erstmals wieder mit voller Belastung auf dem Rad  in das rechte Pedal treten. Im Rahmen der Vorbereitung "Rad am Ring"  (https://radamring.de), bei dem ich im Vierer-Team im Kern Haus Team der RSG Montabaur (https://www.kern-haus.de, http://www.rsg-montabaur.de) mit am Start bin, harbe ich nun mehr Selbstvertrauen tanken können. Auf einer bergigen Radeinheit von Merenberg aus, über Löhnberg bist hoch zum Knoten bei Mengerskirchen, habe ich bewust eine schwere Strecke gewählt. 
Mit mehr als 840 Hm auf ~42 km war diese Einheit recht anspruchsvoll. Das am Ende eine Durchschnittsleistung von mehr als 200 W herraus kam hat mich positiv gestimmt. Und, die Wade hat sich während der Belastung nicht gemeldet.
Streckenlänge: 41,5 km
Trainingszeit: 1:39:27 Stunden
Positive Höhenmeter: 840 Hm
Durchschnittsleistung:    206 W / 1.232 kJ
Durchschnitts Geschwindigkeit: 25,2 km/h
Kalorienverbrauch:     2.066  


Höhenprofil der Tour, Highlite "Am Schwimmbad " in Nenderoth bis 25% Steigung
 
Mehr als 120Hm auf ca. 1km mit max. 25% Steigung

Sonntag, 23. Juni 2019

7 Tage after MFR


Mittlerweile sind 7 Tagen vergangen, nach dem Desaster beim Indeland Triathlon. Die ersten vier Tage ging fast nix, in der Wade war derart Druck, dass man kaum daran fassen konnte. Diana, die Physio aus Hergenroth, massierte mir Dienstagabend die Wade leicht und legte ein Tap an. Wie auch immer, in den nächsten Tagen wurde es besser. Der Druckschmerz ließ nach, und ich konnte wieder einigermaßen schmerzfrei auftreten. Allerdings, kamen immer mehr blaue Flecken zum Vorschein. Fast das komplette Schienbein hatte einen Bluterguss und die Rückseitige Wade war ebenfalls blau/gelb eingefärbt. Zwei Mal war ich mit Neo schwimmen, hatte aber die Wade unter dem Neo, bandagiert und einen Kompressionsstrumpf darüber. Schwimmen war mit ganz wenig Beinschlag eigentlich kein Problem. Am 7ten Tag dann die erste Radfahrt. Ebenfalls Wade bandagiert und einen Kompressionsstrumpf darüber. Auf den ersten 15..20km war das eine recht schmerzhafte Sache und ich konnte nur mit ganz, ganz wenig Druck treten. Der Schmerz ließ dann langsam nach und das Gefühl wurde besser, aber Radfahren geht anders als das was ich da machte. Das war eine recht „Einbeinige“ Angelegenheit. Nach ca. 40km war es dann auch genug. Es geht langsam aufwärts, aber eben nur langsam. An Laufen ist lange, lange nicht zu denken.

Montag, 17. Juni 2019

Indeland 1.5/48/10 DNF


Eigentlich sollte der Indeland Triathlon am vergangenem Wochenende ein Wiedereinstieg in Sachen Triathlon sein. Nach 12 Monaten Wettkampfabstinenz hatte ich mir die Veranstaltung nahe Jülich ausgesucht, weil ich hier schon in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielt hatte. Die Olympische Distanz, über 1,5 / 48 / 10 km, hatte ich mir zur Aufgabe gestellt. Um einen solchen Wettkampf zu bestreiten, muss, zumindest ich, nicht so viel Zeit und Training investieren um ein ordentliches Ergebnis zu liefern.
Da mir die Gegebenheiten recht gut bekannt waren, erwartete ich eigentlich keine großen Unbekannten bzw.  Überraschungen. Der Blausteinsee hat in dieser Jahreszeit immer eine recht kühle Temperatur, so das immer mit Neo geschwommen wird! Die Radstrecke ist flach, aber extrem windanfällig und besteht aus einer große Runde von 48km. Beim Laufen sind zwei kurzweilige Runden zu absolvieren.
Nach einem kurzen Einschwimmen erfolgt um 11:00 mein Start. Nach anfänglichen kurzen Rangeleien, kam ich für meine Verhältnisse gut voran. Nach der knapp der Hälfte war es dann gänzlich ruhig und ich konnte tw. mit „Vierer Atmung“ schwimmen. Alles Top.
Beim Ausstieg aus dem See zeigte mir meine Uhr eine ordentlich 27:43 alles im grünen Bereich!
Dann der Schock. Beim ersten festen Schritt an Land auf hartem Boden verspürte ich, wie mit einem Messer, einen Stich in der rechten Wade. Sofort war mir klar: „Game over“. DNF war damit angesagt. Erstmalig muss ich nach mehr als 30 Jahren Triathlon bei einem Wettkampf durch eine Verletzung aufgeben. Shit!!! Hinkend schob ich mein Rad aus der Wechselzone und fuhr nahezu „einbeinig“ 8 km zurück zu meinem Auto. Jetzt ist erst mal eine mehrwöchige Zwangspause angesagt.

Vor dem Start war die "Wadenwelt" noch in Ordnung


Mittwoch, 15. Mai 2019

Firmenlauf Gießen

Die, bei meinem Sturz beim Weiltallauf, zugezogene Zerrung im Oberschenkel verschlimmerte sich nochmal beim Spendenlauf am Wiesensee. Tags nach dem Wiesenseelauf ging fast nix mehr. Das Laufen musste ich erst mal für mehr als eine Woche zu den Akten legen. Ich behandelte das Bein morgens und abends mittels Elektrostimulation und legte Tramel Salbenverbände an. Beim Schwimmen hatte ich nahezu keine Schmerzen und das Radfahren war ebenfalls eingeschränkt möglich. Nach 10 lauffreien Tagen wagte ich mich dann wieder die Turnschuhe zu schnüren. Los ging es mit 4, 6.5, 8.5 und 10,5km. Sämtliche Einheiten habe ich ganz, ganz ruhig gelaufen und anschließend ausgiebig gedehnt und mit der Rolle gearbeitet. Das Zutrauen kam zurück.
Um keine bösen Überraschungen beim Firmenlauf in Gießen erleben zu müssen, bin ich frühzeitig nach Gießen gefahren und habe einen lockeren Testlauf über 6km gemacht. Dabei drei Mal das Tempo leicht angezogen um zu Spüren, was der Oberschenkel macht. Fazit: „Alles im grünen Bereich, aber keine hartes Tempo beim Firmenlauf.“ Unter den Voraussetzungen stand ich auch nicht wie sonst üblich in der ersten, sondern in der 10..15 Startreihe und bin anfangs locker in 4:25 Minuten angelaufen. Den 2ten und 3ten km leicht beschleunigt, 4:04 und 4:08, um evtl.
Manuel noch einzufangen. Kurz hinter km 3 erreicht ich das FEIG Trikot von Manuel und gleichzeitig verlangsamte ich auch wieder das Tempo. Gemeinsam ging es dann in Richtung Ziel mit ca. 4:15 Minuten/km. Auf der Zielgrade überließ ich dann Manuel den Vorrang damit er sich in der Firmenwertung auf Platz 1 wiederfinden konnte. Die letzen 200m ließ ich austrudeln und kam mit 21:11 Minuten (Bei 5,2km ~4:10 Minuten/km) ins Ziel. Ich war mit dem Ergebnis und der Tatsache super zufrieden, dass  das Bein hat gehalten und das ich mich mal richtig diszipliniert habe. Ein Wettkampf mal vollkommen ohne Druck absolviert. Letztlich habe die nicht neue Erkenntnis selbst erfahren dürfen, wenn man ein Rennen. langsam beginnt, verursacht eine Tempoverschärfung am Ende keinen großen Probleme. Ich war auf der Zielgraden absolut locker.

Firma FIEG beim Gießener Firmenlauf in 2019

Montag, 22. April 2019

LCM beim Team-Spendenlauf am Wiesensee

Vorne v.l.n.r Leon,Jason, Sören. Hinten Thorsten, Thomas und ich.
Der Teamlauf am Wiesensee an Gründonnerstag wurde als reine Spendenveranstaltung ausgeschrieben. Sämtliche aus Startgeldern, Spenden, Verköstigung etc. generierten Gelder kommen dem Verein „Tour der Hoffnung e.V.“ zu Gute. Dieser Verein unterstützt seit 36 Jahren, durch Spendensammlung bei mehrtägigen Radtouren durch die Republik, an Krebs erkrankte Kinder. In diesem Jahr wird die Tour der Hoffnung drei Tage durch Rheinland-Pfalz radeln, um für die gute Sache zu werben. Die Tourist-Information Wällerland am Wiesensee (TiWi) nahm dies zum Anlass, um den Verein mit dem Teamlauf zu unterstützen.

Eine kleine Delegation vom LC Mengerskirchen stellte sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache und zeigte neben dem auch sportliche Flagge. Nach dem Startschuss, auf der 6,5km Runde um den See, bestimmte Leon Brinkmann gemeinsam mit Sören Plag bis weit über die Hälfte hinaus das Geschehen an der Spitze des Rennens. An der letzten bergab Passage musste Leon leider abreisen lassen und verlor den Kontakt zu Spitze. Fortan drehte Sören nochmal auf und lieferte sich ein packendes Finish auf der Zielgraden, bei dem er sich den Sieg, mit gerade mal 6 Sekunden, sicherte. Leon, gerade mal 14 Jahre, kam kurz darauf als 5ter in einem Feld von fast 450 Startern ins Ziel. Ich folgte auf Position 7, Thomas Steinebach auf 16. Der elfjährige Jason Brinkmann war mit Papa Thorsten am Start und kam bereits auf Position 18 über die Ziellinie. Thorsten musste auf dem letzten Kilometer seinen Jüngsten ziehen lassen und komplettierte mit Platz 24 eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Neben Platz 2 und 5 in der Teamwertung gewannen Jason MU14 in 28:29 Minuten, Leon MU16 in 26:08 Minuten, Sören M30 in 25:04 Minuten und Thomas M60 in 28:13 Minuten in deren Altersklassen. Ich belegte mit 26:51 Minuten Platz 2 in der M50 und Thorsten in 29:33 Minuten Platz 5 in der M40.

Donnerstag, 18. April 2019

Schafskälte beim 22km Weiltallauf

Dorfplatz Weilmünster km 12
War es in den USA die Hitze, die das Laufen erschwerte, so war es beim Weiltallauf am vergangenen Wochenende die Schafskälte, bei gerade mal +2°C um 10:30 Uhr am Sonntag an der Startlinie in Emmershausen. Ich hatte mit fast 30°C Temperaturunterschied zu kämpfen. Und dies scheint, dem Ergebnis nach zu beurteilen, mir nichts ausgemacht zu haben. Ich absolvierte die Strecke, von 22km mit ca. 300Hm, von Emmershausen über Weilmünster, Essershausen nach Weilburg entlang der Weil in 1:33,18 Stunden. Mit dieser Zeit belegte ich Platz 8 aller 340 Teilnehmer und gewann souverän die AK 50 mit fast 2 Minuten Vorsprung. Ein Missgeschick ereilte mich bei km 21. ich blieb an einer Absperrung hängen und stürzte. Dies verwehrte mir einen Platz in der Gesamtwertung. Wie auch schon in den USA, habe ich max für 15km Kraft und Ausdauer bei so einem Rennen. Alles ab 15km wird zunehmend quälender. Noch 4 Tage nach dem Wettkampf sind die forderen Oberschenkelmuskel noch immer recht sauer. Sollte ich nochmal über die 1/2 Distanz gehen, muss ich doch in der Vorbereitung eingge lange, min 1:45...2 Stunden, Läufe anstellen. 
Siegerehrung der Altersklassenersten
 

Dienstag, 2. April 2019

Ich kann auch Wüste


Im Bundesstaat Nevada an der Grenze zu Utah, in den USA, liegt Laughlin, auch das kleine Las Vegas wegen der vielen Casinos genannt, direkt am Colorado River. Alljährlich wird dort an einem dieser Casino Hotel ein 1/2 Marathon Rennen ausgetragen. In diesem Jahr sollte erstmalig ein Westerwelder sich in die Ergebnisliste wiederfinden. Bernhard Schüßler aus Hergenroth, der für den LC Mengerskirchen startet, belegte Platz 4 in 1:30:45 Stunden. Die Strecke führt entlang des Colorado River auf einem tiefen, ständigen und steinigen Schottertrail. Es ist heiß, schattenspendende Bäume gibt es in der wüstenähnlichen Landschaft nicht. "Während einer Rundreise in den USA in die Filmstadt Los Angeles, der Spielerstadt Las Vegas, zum Hoover Dam und einer Grand Canyon Tour konnte ich mich nicht davon abhalten, an einem Wettkampf in den USA teilzunehmen. 
 
Beim Check In im Hotel in Laughlin, einen Tag zuvor, erfuhr ich von dem Event am kommenden Tag und meldete spontan an. Bei meinem ordentlichem trainingsrückstand, hätten 10km auch gereicht, aber es waren nur 5km oder ½ Marathon ausgeschrieben. Ließ die Rundreise fast kein Training zu, so war ich umso mehr überrascht mit meinem Ergebnis. Das Rennen lief erstaunlich gut. Die ersten 15 km lagen bei ordentlichen 63:40 Minuten. Doch die steigenden Temperaturen setzten mir auf den letzten 6,1 km, in 27 Minuten, ordentlich zu. Hinzu kam der äußerst schwer zu laufende Untergrund, der das Laufen, mit den immer schwerere werdenden Beinen zu einer kräftezehrenden Angelegenheit machte. In 1:30:45 Stunden verfehlte ich zwar knapp, mit Platz 4 von allen Teilnehmern, das Podest, konnte aber die AK 50…59 klar gewinnen".