Dienstag, 19. Juni 2018

Materialbedarf


Nach 8 Jahren musste nun doch mal wieder neues Material ins Haus. Die Auswahl an akzeptablen Rennrädern, hinsichtlich Preis/Leistung ist mittlerweile doch recht riesig. Oftmals wird sogar Custommade, z.B. Poison, Müsing bikes,  angeboten. Händler, wie z.B. Delta bike in Gießen, baut lieber die Räder individuell auf. Zunächst musste ich mir klar werden wie soll mein neues Rad ausgestattet sein und was darf es maximal Kosten. Denn zum Thema Kosten gibt es mittlerweile auch keine Grenzen mehr nach oben. Da stehen schon mal 9,999,00 €  Plus x in der Preisliste. Meine Eckpunkte lagen bei: ~ 4k, Di2 Ultegra, Scheibenbremse, Alu-Felgen, Carbon Rahmen, Farben Rot/Weis/Schwarz. Bei den ortsansässigen Händlern, bockshop oder Ebener, wurde ich aufgrund ihrer vertriebenen Marken Focus, Merida, Cetturion, Specialized, Giant, Liv nicht fündig. Dann eben doch Koblenz zu Canyon. Hier bin ich hingefahren und habe mal Bikes Probe gefahren. Schnell war klar, hier stimmt Preis/Leistung und zwischen dem Ultimate CF und meinem Rahmen von Poison/Hydrogen liegen Welten.
Recht bieder so in schwarz!
Auf Anhieb habe ich mich auf dem Ultimate CF wohl gefühlt, direkte Kraftübertragung, Steuerfähigkeit, Bremsen mit Scheibe, breite 25mm Reifen, mit 11fach Di2 Ultegra, alles top. Das Rad gibt einem wesentlich mehr Sicherheit und bietet wesentlich mehr Komfort. Entschieden habe ich mich letztlich für das Ultimate CF 8.0 Disc Di2 für eine Preis von knapp unter 4k. Wohlwissend das Canyon ein Großhändler ist, alles total durch getacktet, sehr unpersönlich, lange Lieferzeiten, Service Hotline unter aller Sa…. mit tierische Wartezeiten, extra Wünsche koste richtig Geld... und und und. Erstinspektion kostet auch noch Geld! Aber das Fahrrad ist top, wenn gleich die Farbe schwarz mir nicht gerade zugesagt hat. Hier musste ich noch Hand anlegen und das ganze etwas aufpeppen! 

Und nachher:




 


Dienstag, 5. Juni 2018

Tempotraining wieder aufgenommen

Nach meinem Segeltörn war ich noch einige Tage etwas angeschlagen, irgendwie waren die Beine ganz und gar nicht locker. Ich fühlte mich verkrampft und träge. Das ersten Tempotraining nach den Törn entsprach dem Ergebnis, wie ich mich fühlte. In Westerburg auf einer regennassen Bahn hatte ich mir 12 x 400 vorgenommen. Tempovorgabe alle unter 90 Sekunden und dazwischen Trabpause.
Zwar schaffte ich mit Hängen und Würgen mein Soll, aber wie. Es war eine Quälerei! Schön war jedoch, eine Jugendmannschaft C-.. oder B-Jugend, hatte Fußballtraining auf dem Platz. Es machte mir Freude in den Trabpausen den jungen Spielern zuzusehen.

Gestern dann das zweite Tempotraining nach Mallorca, auf der Bahn in Mengerskirchen. Jörg, Thomas und Caroline hatten sich angekündigt 6 x 1000 unter 4 zu laufen. Das machte mir zwar erst mal Angst, hatte jedoch im Kopf zunächst nur 5 zu laufen. Der Wettergott hat es in diesen Tagen gut mit uns gemeint und die Sonne brachte die Außentemperatur auf 27°C! „Ideales“ Wetter für Tempotraining. Doch wieder allen Erwartungen lief es recht gut. Caroline und ich teilten uns das Tempo an der Spitze, Thomas und Jörg versuchten dran zu bleiben. Los ging es mit einer 53, es folgte eine 48, 45,42, 45 und all out mit 38. Am Ende des Tages war ich dann recht platt. Und der letzte 1000er war die totale Qual. Caroline war am Limit und ich bin die letzten 600 alleine vorne gelaufen. War hart, macht aber total Spaß in Mengerskirchen zu trainieren.

Montag, 28. Mai 2018

Segeltörn auf Mallorca

In diesem Jahr ging es wieder mal auf Mittelmeerinsel Mallorca. Jedoch nicht zum Radfahren, sondern zum Segeln. Zusammen mit 6 Arbeitskollegen, Wolfgang, Andreas, Werner, Timo, Markus und unser Skipper Chi, ein aktiver Segler und Segelausbilder. Gebucht wurde ein Segelschiff im Hafen von Palma de Mallorca mit 12m Länge, 4,5m Breite, 3 Kabinen und zwei Bädern/Waschräumen. Ok..., im nach hinein, wäre eine Nummer größer auch etwas komfortabler gewesen, aber wir haben uns gut auf dem zur Verfügung stehenden Raum organisiert.
Die Crew v.li.n.re. Markus, Chi, Bernd, Andreas, Werner, Timo, Wolfgang
Das Segeln stand für 6 Tage im Vordergrund und das Erlebte war einmalig. Wir reisten zunächst am Samstag zu Fünft an, nahmen das Schiff im Hafen entgegen. Teilten die Kabinen auf und verstauten unser Sachen unter Deck. Chi rief anschließend zum ersten „briefing“. Er erklärte uns die wichtigsten Knoten, den Umgang mit den den Segeln, wie Segel setzen und Segel einholen, Wenden und Halsen, das Festmachen an der Mole und das Ankern. Bereits am Samstag Nachmittag ging es dann das erste Mal raus! Fantastisch!
Am Sonntag reisten dann Wolfgang und Andres an. Nach einem Großeinkauf mit den wichtigsten Lebensmitteln, stand der erste längere Segeltörn an. Ziel war die Bucht von Cala Pi. An den folgenden Tagen ging es in weitere Häfen, Portopetro, und Stopps in verlassen Buchten, Cala Figuera, bis zum Hafenstädtchen Porto Cristo, dem östlichsten Punkt unserer Reise. Aufgrund der Windsituation war der Rückweg recht mühevoll und verbunden mit 2 lagen Tagen mit jeweils fast 10 Stunden auf See mit jeweils 80km Wegstecke. Zurück in Palma ließen wir die bewegten Tage auf See ausklingen. Wir waren uns alle einig. Es war einmalig was uns Chi da ermöglicht hat wir haben in den 7 Tagen so viel erlebt und gesehen was die gemeinsame Reise zu einer besonderen machte. Er erlernten den Umgang mit dem Schiff, das Navigieren, am und mit dem Wind segeln, setzten den Anker in Buchten, lernten mit dem Schlauchboot übersetzen. Sahen menschenleere Buchten und kleine Hafendörfer, Steilküsten und waren auch mal mehr als 10km von der Küste entfernt. Und ein wirkliche Highlight waren Delfine, die neugierig für 1..2 Minuten unser Boot begleiteten. Einfach Einmalig. Hierfür herzlichen Dank an Chi unserem Skipper. 


Bilder unter: 

Mittwoch, 16. Mai 2018

Tempotraining auf der Bahn in Mengerskirchen

Gestern Abend war ich mal wieder auf der Bahn in Mengerskirchen. Ich wollte mal wieder ein Tempotraining einstreuen. Norbert hat 5 x 800m vorgeschlagen im einer Zeit um 92-96 Sekunden was einen 4 Minutenschnitt entspricht. Eigentlich fühlte ich mich beim Einlaufen net gerade gut, müde schwere Beine und etwas Lustlos. Gerne hätte ich auch nur 400er gemacht. Doch es kam wie schon so oft anders. Beim ersten 800er, nach den ersten 200m beim, lief es auf ein Mal rund, ich konnte die Beine locker laufen lassen und die Uhr zeigt mir nach 2 Runden 3:01 Minuten. Die nächsten drei 800er waren nachezu identisch: 3:00, 2:58, 2:58. Beim letzten habe ich mich dann an Sören Plag´s Fersen geheftet und konnte nochmal einen 2:44 drauf packen. Top, war richtig zufrieden.

Wanderwochenende in der Süd Pfalz


Impressionen aus der Süd Pfalz





 










Dienstag, 13. März 2018

Nochmal unter 1:30 beim 1/2 Marathon


Bis km 15 alles im grünen Bereich
Eigentlich war der vergangene Sonntag nicht der richtige Zeitpunkt für einen ½ Marathon. Seit Wochen schmerzt mir die Hüfte und der Rücken zwickt auch seit einem geraumen Zeitraum. Das Wetter, die fast 3 Wochen anhaltende Kälte, die uns Temperaturen zwischen -10... 0C°C schenkte, die schneebedeckten Waldwege und eine vereiste Laufbahn in Mengerskirchen, beeinträchtigte ein zielführendes Lauftraining erheblich. Man musste ständig improvisieren oder auf Schwimmen oder Rollentraining ausweichen. Meine durchschnittliche Laufleistung in einer Woche betrug gerade mal ca. 40km. Für einen ½ Marathon deutlich zu wenig, sollte man meinen! Aber.....

Irgendwie schaffe ich es immer wieder mich zu motivieren und mich zurück zu besinnen auf das bereits Erreichte in Sachen Sport, was mir Selbstvertrauen schenkt und mich auf das Vorhaben positiv einstimmt. Zwar bleibt ein kleiner Unsicherheitsfaktor bestehen, aber.. was kann den schon passieren? Nichts, lediglich das ich langsamer werde. Was kein Beinbruch darstellt.

Norbert, der Lauftrainer vom LC Mengerskirchen, sagte noch vor dem Rennen: „Bernd, was meinst du, kannst du noch an die 1:30 dran kommen?“ Meine Antwort: „Nur wenn ich am Anfang was riskiere, eine Gruppe finde, dann habe ich für 15km die Substanz einen 4:10 Schnitt zu laufen. Die letzten 6,1 werden dann hart, aber evtl. reicht es!“

Die "Gefährten" die mir die SUB 90 einbrachten!
Mit einer gesunden Nervosität stand ich an der Startlinie. Nach dem Startschuss fand ich auf der ca. 5km Runde schnell meinen Rhythmus und mein Wunsch wurde mir gewährt. Eine Frau, die bis km 11 und ein Mann, der bis km 19 an meiner Seite waren, ermöglichten mir das Rennen das ich mir vorgenommen hatte. Die ersten 5km in 20:35, bei 10km konnte ich 41:27 ablesen und bei 15km in 1:02,35 immer noch eine km Mittel von 4:10 Minuten/km. OK, danach wurde es immer schwerer, die weiteren Kilometerabschnitte lagen dann bei 4:21, 4:25, 4:22, 4:29, 4:24, 4:20 und beim letzten dann all out in 4:02. Super... es hat gereicht! Überglücklich blieb meine Uhr im Ziel bei 1:29:15 Stunden stehen. Einfach klasse. Bei einem Starterfeld von ca. 160 Teilnehmern lag ich mit dieser Zeit auf Platz 15 und in meiner AK50 auf Platz 4. Gerade mal 15 Sekunden fehlten zum Podest, was mich nicht im geringsten schmerzte, nein das Erreichte war hier das Positivste!
Infos zum Material / Ernährung:
Ich brauche immer viel Flüssigkeit, 4 mal trank ich am Verpflegungsstand jeweils 2 Becher Wasser und nahm bei km 8 und bei km 17 jeweils ein Gel zu mir. Meine neuen Schuhe, Adidas supernova Boost waren genau richtig für dieses Rennen. Ich hatte keinerlei Muskulatur- oder Fußprobleme!
Mein dank gilt hier der kompetenten Beratung durch Markus Pelinka von ein Laufladen, LaufStil, in Herborn Sinn.  [www.laufstil.com]


Der LC Mengerskirchen 
Und die anderen Vereinskameraden, hierzu mein kurzer Bericht auf der WEB Seite des LC Mengerskirchen. [www.lc-mengerskirchen.de] 
Gießener Frühlingslauf 
Carolin Schermuly und unser vielversprechender Neuzugang Teklay Rezene auf der 10km Strecke und die beiden Oldis Kai Pott und Bernd Schüßler auf der ½ Marathon Distanz.
Carolin an top vom LC Mengerskirchen
Für Carolin sollte der 10er eine Standortbestimmung nach dem Wintertraining werden, und folglich lag die Zielsetzung unter 40 Minuten. Auf den ersten 3,5km ließ Carolin die spätere Zweitplatzierte Lisa Gerß erst das Tempo machen, um in Rennen zu finden. Carolin merkte aber recht schnell, dass bei ihr noch mehr ging und zog ohne Gegenwehr vorbei, um fortan ungefährdet zum Sieg zu laufen. Die Siegerzeit betrug 39:13 Minuten, was sie zuversichtlich für das Fernziel stimmte, die deutsche Meisterschaft über die ½ Marathon Distanz im April in Hamburg. Unser Neuzugang Teklay Rezene machte ein sensationelles Rennen, was Trainer Norbert zum Staunen brachte. In 35:26 Minuten lief er auf Platz 4 über die Ziellinie und holte sich den Sieg in der Altersklasse U20.

Bernd auf Rang 15 bei Halbmarathon 
Auf der ½ Marathon Distanz wusste Bernd zu überraschen. Dank eines beherzten Anfangstempos, km 15 in 1:02,25 und die letzten 6,1km noch in 26:50 Minuten, blieb die Uhr bei 1:29:15 Stunden stehen. Mit dieser guten Zeit, unter der anderthalb Stundenmarke, kam Bernd als 15 aller ca. 160 Teilnehmern ins Ziel. Nur 17 Sekunden fehlten für den Sprung aufs Podest. Aber mit Platz 4 in der AK50 war er überaus zufrieden. Kai zeigte ebenfalls ein solides Rennen und erreichte das Ziel an der Sporthalle in Wieseck als 62 aller Teilnehmer und in der AK 50 Platz 11.

Montag, 19. Februar 2018

Langendernbach 5km



Carolin Schermuly: 19:25
Eine Endzeit unter 20 Minuten, beim 5km Lauf in Langendernbach am vergangenen Wochenende, hatte ich mit zum Ziel gesetzt. Allerdings konnte ich nach der Hessenmeisterschaft in Stadtallendorf nicht ein richtiges Tempotraining absolvieren. Lediglich einige Steigerungsläufe auf den vereisten Wegen rund um Mengerskirchen oder um Hergenroth waren möglich. Auf dem profilierten Rundkurs, von ca. 2 km durch Langendernbach, waren folgerichtig 2,5 Runden zu absolvieren. Drei Mal ging es über ein schneebedecktes Wiesenstück von ca. 300m und über einen 200m langen frischaufgeschütteten Schotterplatz. Das Geläuf war jeweils recht tief, rutschig und man fand nur sehr schlecht halt. Wie fast immer auf so kurzen Wettkämpfen, gehe ich erst mal flott an. Auch dieses Mal lag der Erste km bei 3:36, es folgte 2 mal 3:5x. Bei vierten km musste ich dem Anfangstempo Tribut zollen und kam auf dem Wiesenstück nicht mehr vorwärts. 4:22 Minuten waren einfach zu wenig.
Bernhard Schüßler: 19:51 / li.  Adrian Tica: 20:44

Auf den letzen 500m ging es wieder etwas besser so dass eine Endzeit von 19:51 Minuten zu Stande kam. Ich hatte zwar mein gestecktes Ziel erreicht, war aber  mit dem Verlauf nicht ganz zufrieden, da ich nach 3km doch recht in den Seilen hing. Gefreut hat mich jedoch, dass ich für  Caroline Schermuly  Tempo machen konnte und dies zu einer 19:25 ziehen konnte. 

Donnerstag, 15. Februar 2018

Montag, 5. Februar 2018

Ein Unding

  
Ein „Unding“, so würde ich es mit etwas Abstand betrachten.
Irgendwann, ca. 1 Std. vor der geplanten Startzeit 16:40, wurde über die Lautsprecheranlage wohl angekündigt, dass die M50/3000m, zusammen mit M30…M45, bereits um 16:10 starten würde. Bei der Staraufstellung um 16:10 hat dann Roland diese Tatsache erstmalig erfahren und sagte dass wir „jetzt“ dran sind.  Einlaufen „Fehlanzeige“.  Wir sind also kalt an den Start!
Aufgrund der schnellen M30 Starter kam es bereits nach wenigen Runden zu ersten Überrundungen. Mir wurde die Runden bis 7 Runden vor Rennende noch angesagt. Anschließend nicht mehr, weil sich zunehmend Chaos bei Zieldurchgang einstellte, bez. der Überrundungen, so nehme ich an.  Im Anschluss daran, habe ich es nicht erkannt, dass mich der Führende bereits 2 mal überrundet hatte. Als dieser Läufer ca. 30 m vor mir über die Ziellinie ging, habe ich noch eine Runde gelaufen und dann mein Rennen beendet!  Meine gestoppte Zeit lag bei 10:21 Minuten. Der kurzen Freude für die „gute Zeit“ folgte augenblicklich  Ernüchterung. Ich war so erstaunt, dass Roland, der ca. 20 Sekunden hinter mir lag, nochmal eine Runde drehte!
Ok, war mein erster 3000er und folglich Neuland für mich. Ich hatte auch keinen richtigen Bezug zur verstrichenen Laufzeit, da ich die „Stadionuhr“ nicht erkennen konnte und ich mich beim Laufen so konzentrieren musste und nicht auf meine eigene Uhr schauen konnte.  Ein eigener Rundenzähler wäre sicherlich nützlich gewesen.
So schaut dann die deprimierende Ergebnisliste aus!
Die Veranstaltung als solche fand ich zum Teil recht chaotisch. Ständig liefen Läute über die Bahn. Die zu kurzen Runden sind ebenfalls merkwürdig. Die lauten Hallendurchsagen irritierten z.T. eher, als dass sie informierten.  Ich habe in meiner „Sportlerkarriere“ nur selten so viel Chaos erlebt.