Mittwoch, 16. August 2017

... das wird eine emotionale Gschichte

Vor nun 5 Jahren stand ich das letzte Mal an der Startlinie beim Köln Triathlon an der Regattastrecke der Fühlinger Seen. In 2012 waren die Vorzeichen und die körperliche Fitness eine etwas andere wie heute. Ich hatte mich mittels Trainingsplan vorbereitet für meinen ersten Ironman, hatte ein Jahr lang akribisch trainiert und vieles dem Sport untergeordnet. Diese Tatsache bescherte mir einen grandiosen Wettkampf und fortan konnte ich mich nach dem überschreiten der Ziellinie IM Finisher nennen. Ein erhabenes Gefühl was mir, wenn ich daran zurückdenke, immer noch beflügelt. Nun sind 5 Jahre vergangen und einiges hat sich geändert. Den Triathlonsport betreibe ich noch immer und halte mit 4..5 Trainingseinheiten/Woche fit.  Habe mich aber von Trainingsplänen befreit und steuere meine Aktivitäten nach Zeit und Gelegenheit.
 
Zusammen mit Maik werde ich nun Anfang September mal wieder in Köln am Start sein, kein IM, sondern eine ½ Distanz. Das Ganze wird sicherlich eine sehr emotionale Sache werden. Es werden sicherlich wieder die alten Erinnerungen hochkommen die mich in 2012 ins Ziel getragen haben. Ich freue mich auf den Event, weiß aber auch dass ich nicht unbedingt in top Verfassung  bin  und mir das Herzblut für den Triathlon etwas verloren gegangen ist. Ich werde, wie immer, alles daran setzen, einen guten Wettkampf abzuliefern und im Anschluss daran erst mal eine längere sportliche Pause machen.

Montag, 31. Juli 2017

Sprint Triathlon 750/20/5 in Merzig

War im vergangenen Jahr in Merzig die olympische Distanz schon perfekt organisiert, so hatte auch dieses Jahr der ausrichtende Verein, der Tri-Sport Saar-Hochwald, bei der kürzeren Sprint Distanz alles im Griff. Geschwommen wurden die 750m wieder in der nahegelegenen Saar und Rad – und Laufstrecke in jeweils vier runden aufgeteilt. Für die Zuschauer perfekt.

Der Wettergott hat es am Samstag, 30.07.17, auch ein Einsehen mit den Athleten: 20…25 °C leichter bis mäßiger Wind und die Wassertemperatur lag bei 21,2°C. Folglich waren auch die Bedingungen für die Athleten super.


Auf der Laufstrecke
 In Gruppe 1 um 10:15 Uhr ging Maik an den Start Ich war einen Stunde später dran. Das kontinuierliche Training macht bei Maiks Entwicklung zunehmend Fortschritte. Die 750m unter 15 Minuten, man bedänge die Strömung in dem Fluss. Einen 35 Schnitt, 33:55 Minuten, auf dem Rad und eine 22:30 beim Laufen über 5km war schon richtig stark! Mein Start war auf 11:15 Uhr terminiert. Nach kurzem Einschwimmen habe ich auf der anderen Uferseite stehend zusammen mit Heiko Spitzhorn auf den Startschuss gewartet. Mitten im „quatschen“ ertönte der Schuss, was uns beide ziemlich überraschte. OK, kurz gezuckt, Stoppuhr gestartet und los ging es. Mit meinem neuen Neo von blueseventy fühlte ich mich richtig gut im Wasser. Was Material doch ausmacht. Auf der „Außenbahn“ in der Saar konnte ich nahezu ohne Berührung mit den anderen Athleten super losschwimmen und fand schnell in den Rythmus.
Ich hatte ständig Tuchfühlung zu Heiko. Gemeinsam erreichten wir den Wendepunkt und stiegen auch gemeinsam nach 14:10 Minuten aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel ging es auf die flache 5km Wendepunktstrecke. Bereits auf dem ersten km zog Heiko an mir vorbei! Genau das hatte ich mir Tage vor dem Wettkampf gewünscht, Heiko mal auf Augenhöhe im Wettkampf begegnen. In der folgenden halben Stunde kam es zu unzähligen Überholmanövern. Wir wechselten ständig die Position. Nach 31:30 Minuten für die 20km (38,1km/h) war das Wechselspiel vorbei und wir erreichten die Wechselzone.

Ohne diese ständigen Führungswechsel hätte ich nie so schnell fahren können! Heiko sei Dank! Der Wechsel in die Laufschuhe lief dann weniger gut, ich kam einfach nicht rein in die schei… Schuhe und Heiko hatte 20 Sekunden Vorsprung. Uneinholbar aufgrund der Laufqualität von Heiko. Allerdings hatte mich der schnelle Ritt auf dem Rad doch recht gebeutelt. Ich brauchte lange, zu lange, bis ich mich wieder einigermaßen gut fühlet um „rund“ laufen zu können. Über 21 Minuten auf den 5km kam ich nicht hinaus und erreicht in 1:10,15 die Ziellinie. Platz 14 aller „Masterathleten“ und in der Altersklasse AK50 erzielte ich Platz 2. Auf Heiko fehlen mir dann am Ende 1:12 Minuten, oder Dank Heiko ging es doch recht gut vorwärts. Der Merzig Triathlon ist eine Top Veranstaltung der jederzeit weiterzuempfehlen ist.

Dienstag, 11. Juli 2017

Radmarathon Tannheimer Tal

Die nackten Zahlen: 
220,1 km Distanz
26,7 km/h Ø Tempo in Bewegung
76,7 km/h Maximale Geschwindigkeit
3.100 Hm, Höhe max 1.675 Hm
8:14 Stunden Zeit in Bewegung
9:08 Stunden verstrichene Zeit
120 bpm Ø HF
155 bpm Max. HF
In Ruhe vor dem "Sturm"
Für die Alpen Marathon Premiere haben wir Maik und ich,  am vergangenem Wochenende,  den Tannheimer Tal Marathon ausgesucht. Eine weniger bekannte Veranstaltung in der Alpenregion bei der 3 verschiedenen Streckenlängen, 85 km, 130 km und 230km angeboten werden.
Die anspruchsvolle Marathonstrecke führte uns über insgesamt 230km und ca. 3500Hm. Von Tannheim aus ins benachbarte Allgäu, Oberjoch, Jungholz, Immenstadt, Sonthofen. Anschließend über die höchste Passstraße Deutschlands, dem Riedbergpass. Ein äußerst schwerer Anstieg mit Steigungsraten von 16% über mehrere Kilometer. Dem folgte eine rasende Abfahrt in den Bregenzerwald, bevor die lange Steigung, 1000 Hm, auf den Hochtannberg in Angriff genommen werden musste. Bei Warth erreicht man dann den Lech. Diesem folgte man dann für fast 50km bis Weisenbach zum letzten Anstieg, der Gaichtpass, über Nässelwängle hoch nach Tannheim,mit Ziel am Tenniscenter. 

Das Höhenprofil vom Radmarathon Tannheimer Tal
 
Kurzer Stop am Scheitelpunkt
„Als Neuling auf einer solch profilierten Strecke war es für mich etwas schwierig welches Tempo wir einschlagen sollten und so reiten wir uns im Mittelfeld der 1100 Starter ein. In dem Pulk von Rennradfahrern versuchten wir dann auf den ersten km einfach mit zu schwimmen. So ging es über die ersten Hügel am Oberjoch und Jungholz recht flott, was richtig Spaß machte. Nach der ersten Rennstunde hatten wir bereits 32 km mit 450Hm zurückgelegt. Allerdings setze bereits in Jungholz der Regen ein, der uns die nächsten beiden Rennstunden ärgern sollte. Es war äußerte Vorsicht auf den schmalen Abfahrten auf den Wirtschaftswegen im Allgäu angesagt.

Nach dem Riedbergpass, der gerade zu Beginn, für 4km 16%, richtig fies war, hörte es dann gottlob auf und auf der Abfahrt wurde es dann wesentlich einfacher. Der Hochtannbergpass folgte im Anschluss mit fast 1000 Hm. Eine etwas härtere Aufgabe als das was bis dahin hinter uns lag. Bei km 150 war aber auch diese Herausforderung geschafft und wir erreichten das Lechtal. Das war dann wieder mein Terrain: Flach oder leicht bergab für die kommenden 50km. Unterlänker, Trittfrequenz erhöht und mit 35...40 km/h üder den Asphalt "fliegen". Teilweise hatte ich 15 Fahrer im Schlepptau!

Hochtannbergpaß
Das hat mich Emotion richtig mitgenommen dort mit dem Rennrad zu fahren, wo ich letztes Jahr noch mit meiner Frau entlang gewandert bin. Der Lechtalweg, von der Quelle bis zum Lechfall nach Füssen. Immer wieder fand ich Stelle, an denen wir Rast macht, oder Wo der Wanderweg die Straße kreuzte. Einfach super.
Glücklich im Ziel
Bei km 200 folgte ein letzter harter Test, der Gaichtpass. An seinem Ende gelangt am wieder ins Tannheimer Tal. Die anfänglich geschätzten 10 Stunden hatten wir am Ende deutlich, 9:08 Stunden, unterboten und waren hoch zufrieden im Ziel. Super Organisation ,1A Verpflegung, erschwingliches Startgeld von 65 EUR, wunderschöne Strecke. Eine wahre Alternative zum Ozi!"

Und Maik: Noch nicht mal 4 Jahren  hat er ein Rennrad, ist im Trainig immer Top motiviert und hat beim Marathon eine sensationelle Leistung hingelegt. Während der 9 Stunden keine Schwächen gehabt und am Ende sogar noch in den Wind gegangen. Klasse Leistung, super Talent. Mich hat das super gefreut für Ihn!!!


Sonntag, 18. Juni 2017

Sommernachtslauf Limburg

Der Rundkurs von 2,5km
Kurzentschlossen meldetet ich mich am Samstag, 17.06.17, morgens noch beim Sommernachtslauf, der am Abend in Limburg gestartet wurde, an. Ausgeschrieben waren dort neben einem ½ Marathon (19:00 Uhr) noch die 10km (22:15 Uhr) auf einem 2.5 km langem Rundkurs durch die Altstadt von Limburg.

Die äußerst harte Runde führte durch die Fußgängerzone zum Marktkatz dann im Zig - Zag hoch zum Domplatz über fast 500m Kopfsteinpflaster mit einer steilen Rampe zu einem 180° Wendepunkt. Anschließend steil bergab durch verwinkelte Gassen an die Lahn, mit einem weiteren 180° Wendepunkt auf der alten Lahnbrücke und wieder zurück durch die Altstadt. Das Ganze 4x für die 10km mit ca. 150Hm. Prädikat: schwer.


Da der letzte 10km Straßenlauf bei mir schon einige Zeit zurück (min. 1 Jahr) lag und mir so das Selbstvertrauen fehlte, hatte ich doch erheblichen Respekt vor diesem harten Kurs. Meine Lauferfahrung riet mir dazu: „ Erst mal etwas ruhiger an den beiden Anstiegen und auf dem Kopfsteinpflaster äußerste Vorsicht“. Vom Tempo der anderen Läufer getragen, war ich dann doch zu Beginn etwas zu flott unterwegs, ließ aber die besonders "Mutigen" auf den beiden steilen Passagen, von der Runde, an mir vorbeiziehen. Nach dem ersten Zieldurchgang sortierte mich um Position 20 ein. 
Erstaunlicherweise fühlten sich die Beine gut an und ich konnte mein Tempo in Runde 2 und 3 in etwa halten und einige der besonders Mutigen aus Runde 1 einholen. Getragen von den Streckenposten, die mein Heimatverein der LC Mengerskirchen, stellte beschleunigte ich in der letzten Runde nochmal das Tempo und kam als Gesamt 8ter der ca. 140 Teilnehmer ins Ziel.

Mit einer für diesen Kurs äußerst befriedigenden Zeit von 40:58 Minuten ist auch mein Selbstvertrauen wieder zurück. Ich war selbst von mir überrascht das es so gut lief: Die Rundenzeiten 10:02 10:22 10:22 10:12 Minuten dokumentieren eine recht gute Laufstabilität und geben mir Zuspruch für meine kommenden „sportlichen Aufgaben“. In der AK50 erreichte ich, neben einem starken Aletersklassen Athlet aus Wiesbaden, Platz 2.

Auch am Start waren 2 weiter Nachwuchsathleten, Hanna Grampe und Jakob Georgi,  vom LC Mengerskirchen. Die beiden liefen das komplette Rennen gemeinsam und erreichten ebenfalls Podestplätze. Hanna sogar auf Platz 1 in der Wertung WU18 und und Jakob auf Platz 3 in MU18.

Samstag, 3. Juni 2017

Open water training am Dreifelder Weiher

Coole Aktion am vergangenen Donnerstag am Dreifelder Weiher. Open water Traning mit den Steuer TRI Kids der RSG Montabauer.
Mit fast 20 Athleten von 10 - 53 Jahren wurde eine Runde im Dreifelder Weiher getreht. Schöne Sache, hat Spaß gemacht!




Montag, 29. Mai 2017

Löwentriathlon am Postweiher

Der Löwentriathlon, dieses Mal auch mit einer Olympischen Distanz. Letztes Jahr war das Ergebnis auf der Sprit Distanz recht ordentlich und  so hatte ich mir heuer die längere Strecke auf dem Plan gerufen.  Vor dem letzen Maiwochenende hatte es der Wettergott richtig gut gemeint und ein Hochdruckgebiet über Europa sorge bereits zu Wochenbeginn für heißes Wetter, so auch am Wettkampftag. Bereits zum Start betrug die Außentemperatur 27°C und wenig Wind.   Das Wassertemperatur vom  Postweiher hatte angenehme 21°C. Ideale Schwimmvoraussetzungen.

Landstart beim Löwentriathlon
Wie bei nahezu allen Starts beim Triathlon, war ich auch dieses Mal recht nervös und das heiße Wetter brachte zusätzliche nicht planbare Auswirkungen mit sich. Um dem entgegenzuwirken nahm ich sicherheitshalber eine zweite Radflasche, die nur mit Wasser gefüllt war, beim Radfahren mit. Mit mir standen ca. 100 Starter am „Sandstand“ vom Postweiher, ein Landstart war angesagt. Die Schwimmstrecke bestand aus zwei Runden mit einem ca. 100m langen Landgang über den Sandstand.  Pünktlich um 11:00 Uhr erfolgte der Startschuss.  Ich fand schnell meinen Rhythmus und bis zu ersten Boje, bei ca. 150m,  hatte das Gerangel und Überschwimmen auch ein Ende.
Geschaft, raus aus dem Wasser
Nach dem Landgang war erst mal der Rhythmus weg, ich brauchte doch einige Meter um das Wassergefühl wieder zurück zu erlangen. Das Schwimmen lief eigentlich recht ordentlich und nach ca. 25 Minuten ging es in die Wechselzone. 
Keine 1:30 Minuten später befand ich mich, einem Rundkurs von ca. 6,5km, auf der Radstrecke. Die Sonne stand mittlerweile hoch am Zenit und es wurde immer heißer. Gottlob, hatte ich eine zusätzliche Wasserflasche dabei, diese war von Nöten.  Alle 3..4 km musste ich, immer im Wechsel Wasser und Gel/Wasser/Salz Gemisch, trinken der Mund war ständig trocken. Geplant hatte ich die Runden um 11:15 Minuten zu fahren. Diese Vorhaben konnte ich auch gut umsetzen. Die Zwischenzeiten von 11:21/11:21/11:19/11:20/11:34/11:33 Minuten dokumentieren den Radsplitt.  Lediglich auf Runde 5 und 6 nahm ich am Berg etwas raus, um etwas die Beine zu schonen. 
"Ride on", eine schnelle Schimmeren überholen.
Nach ca. 1:10 Std. für die 40km erreichte ich, recht durchgekocht, die Wechselzone.  Um keine Blase am Fuß zu riskieren bevorzugte ich doch mit Socken zu laufen. Folglich dauerte der 2ten Wechsel etwas länger wie üblich.  „Safty first“ Blutblasen kann ich, aufgrund von Medikamenten, nicht riskieren. Das Laufen ging von Anfang an recht mäßig, mir war einfach nur heiß, mein Kopf glühte und ich hätte mich ständig mit Wasser kühlen müssen.




Laufstart, Wasser ganz wichtig
Das war Laufen am Limit unter schwierigsten Bedingungen. Die vier Wasserstellen auf der Strecke und eine 0,5l Flasche, die ich beim Laufen in der Hand mitführte, bewahrten mich vor Schlimmeren. Bei km 5 in (4:46 Minuten) hatte ich einen leichten Einbruch konnte mich aber auf einer Bergabpassage einigermaßen erholen. Trotz der doch mäßigen Laufperformance gelang es mir mich im Feld nach vorne zu arbeiten und machte einige Plätze gut. Offensichtlich ging es einigen Athleten wesentlich schlechter wie mir. Der Laufsplitt für die etwas kürzere 10 km Runde lag bei 41:28 Minuten, die 14te Zeit aller Teilnehmer. Die Ziellinie am Postweiher überquerte ich in einer Zeit von 2:19 Stunden was Platz 19 aller Teilnehmer und Platz 2 in der AK50 bedeutet.
Fazit sportlich: Das war heute ein Grenzgang , der mir alles, aber auch alles, abverlangte. Mein Freund und Trainingsparter Maik, kommt immer dichter an mich dran. Mit 2:30 fehlten gerade mal 11 Minuten. In allen drei Disziplienen konnte er sich, gegenüber dem Jahr zuvor, deutlich verbessern.
Platz 2 in AK 50, links neben mir der Sieger (2:16 Std.)
   



















  

    Maik im Ziel, sichtlich Glücklich                                                       Vor dem Schwimmstart 

Fahrzit über die Veranstaltung als solche: Schöne Schwimmstrecke mit Landgang, kurze Wege in die Wechselzone, voll gesperrte top Radstrecke, schattige Laufrunde. Aber… : Eingang/Ausgang Wechselzone zu eng und nicht geeignet bei einem größeren Starterfeld. Zu wenige Helfer bzw. Einweiser auf allen Strecken. Die Helfer die anwesend waren hatten z.T. keine Ahnung, wie der Sport funktionierte und wie man die Sportler unterstützt. Teilweise waren die Wasserbecher nur zu 10 % gefüllt! Anreichen dieser:  Fehlanzeige!  Auf der Radstrecke gab es keine Wasserstelle, was bei den angekündigten Temperaturen von Nöten gewesen wäre.  After Race Verpflegung: Apfel, Aldi Schokoladenkuchen, Salzbrezel aus der Tüte, lauwarmes Alkoholfreise Bier und auf Anfrage Wasser. Neben den Siegerprämien: Platz1: EUR 150,00, 2. Platz: EUR 100,00, 3. Platz: EUR 50,00 gab es noch einen Ton Bömbel für beide Gesamtsieger.  Alle AK Platzierten, 1 bis 3, erhielten einen Gutschein für einen Startplatz bei einer, Seitens vom Veranstalter, weiteren Triathlon Veranstaltung in Neuwied im August. Die ausgedruckten Gutscheine Seitens der Veranstalter reichten am Ende nicht mal für alle Sieger aus und werden nachgereicht, so die Offiziellen. Und und und…  Das ganze Paket Olympisch gab es für 65,00 €. Wahrlich kein Schnapper! Gewinnoptimierter Event mit unzureichendem sportlichen Verständnis. 

Montag, 8. Mai 2017

Malorca 2017 Tag 7 - 8



Tour 7 Wo rohe Kräfte walten 115km, 5:05 Std. 995 Hm

Michael is back
Zunächst die gute Nachricht: „ Michael is back“ Nach den beiden Tagen Zwangspause konnten wir am Samstagmorgen wieder gemeinsam aufs Rad steigen, super ich freue mich für Michael. Am heutigen Tag fand das Radrennen Mallorca 312 statt und wir hatten die Absicht uns an die kurze Tour über 165km, ans Feld zu hängen. In Port Pollenca warteten wir auf das Feld. Als das Feld durchkam passierte es dann. Beim Antreten brach mir die rechte Schuhplatte an meinem Radschuh. An eine Weiterfahrt war nicht zu denken. OK der Tag musste umgeplant werden. Einbeinig bin ich dann nach Pollenca reingefahren und beim ersten Radladen, einer reinen Rad Mietstation, nach Ersatzplatten gefragt und ob er auch montieren könnte. Der Händler, womöglich früher Automechaniker oder Grobschlosser, stellte sich derart dämliche an, dass ich die Sache selbst in die Hand nehmen musste. Ein Gewinde am Schuh hatte er bereits ruiniert und war, als ich ihm die Schuhe abnahm, sau unfreundlich. Einfach ein Idiot!
Tankstelle - Kloster Lluc

Nachdem ich die Platten montiert hatte, war jedoch mein Vertrauen zu der Festigkeit der Schraubverbindung nicht mehr so hoch und wir beschlossen nicht die lange Tour bei dem Rennen mitzufahren, zumal auch das Feld min. 15 vor uns lag. Zunächst fuhren wir von Port Pollenca über Pollenca Stadt hoch zum Kloster LLuc, an die Tankstelle.
Auklingen lassen!
Ein super schöner Anstieg, auch ein  Streckenabschnitt bei IM Mallorca. Nach kurzem Stopp ging es dann bergab nach Selva, Inka. Michale hatte es doch recht böse erwischt und die Erkältung machte sich dann doch bemerkbar so dass die Kraft bei ihm langsam nachließ. Die Route wurde geändert. Ab Inka über Llubi, Sa Pobla auf dem kürzesten Weg zurück an die Playa de Muro. Die ersten Teilnehmer von Mallorca 312 befanden sich auf dem Weg zum Ziel dorthin. Bei einem kurzen Stopp am Zielbogen konnte man die z.Z. doch recht erschöpften Gesichter sehen.
Aufgrund der noch frühen Nachmittagsstunde, ging es dann vom Hotel aus nochmal auf eine kleine Schleife Richtung Pollenca. Michael war ganz happy aber auch total kaputt, dass er die Ausfahrt gut überstanden hatte. Fazit des Tages: „Rohe Kräfte“.  



Tour 8 Landschaftlich mit das Schönste 61km, 2:52 Std. 930 Hm

Heute geht es wieder zurück nach Deutschland. Da der Flug erst abends nach 20:00
Cap Formentore
angesetzt war, konnten wir natürlich den Tag nochmal nutzen einen Abstecher zum Cap Formentor zu unternehmen. Wie schon in früheren Jahren lässt man die letze Tour auch ganz locker angehen. In einem 25km/h Schnitt rollten wir rüber nach Port Pollenca. Bleibt man dort auf der Umgehungsstraße erreicht man am Ende der Ausbaustraße den Abzweig zum Cap.

Vor ca. 3..4 Jahren wurde die Straße bis zum Leichtturm komplett neu asphaltiert, was bei den ständigen auf und ab sehr vorteilhaft ist. Die schmale Straße schlängelt sich mal hoch, mal runter und mit zahlreichte tollen Aussichtpunkte auf einer Länge von fast 30 km durch eine bezaubernde Natur.

Gemeinsam Frühstücken
Hier leben offensichtlich noch wilde Ziegen, mehrfach standen sie am Wegesrand oder in den Bergen. Am Leuchtturm hatte Michael einen ganze besondere Begegnung mit diesen z.T. zutraulichen Tieren. Gemeinsam aßen Michael und eine Ziege einen Banane: Er die Frucht und die Ziege die Schale. Auf dem Weg zurück nach Alcudia kam dann leider langsam etwas Wehmut auf. Acht tolle Radfahrtage gehen zu Ende. Wir hatten zahlreiche interessante Begegnungen mit Menschen und der Natur. In meinem fortgeschrittenen sportlichen Alter steht auf Mallorca nicht das Abspulen von „km“ im Vordergrund, sonder das bewusste Radfahren. Ich möchte viel sehen und möchte Begegnungen haben.




Am Cap Formentor
Der Weg
Begegnungen nicht nur mit andern Sportlern, sondern auch mit der Natur. Es gibt auf Mallorca Landstriche die mich emotional extrem berühren. Der Weg nach Betlem, der Apfelsinen Weg, Sa Calobra oder Cap Formentor sind Abschnitte, bei denen ich wie in Trance fahre. Emotional etwas Besonderes. Das ist das, was ich auch nach meiner Ankunft besonders vermisse. Ich fühle eine starke emotionale Verbundenheit mit der Insel. „Adieu Mallorca“  Fazit des Tage: Emotionen





Bilanz Mallorca 2017: Termin: 23….30.05.2017, Flug ab Frankfurt Hin um 4:45 Uhr, ab Palma zurück um 20:12 Uhr. Wetter 7 Tage immer 16…20°C überwiegend sonnig und teilweise starker Wind, 1 Tag Dauerregen mit Sturmböen, Unterkunft 580€, Reiserücktrittversicherung 26€,  Radmiete 107 €, Radversicherung 15€,  47 Stunden unterwegs und davon 38 Stunden im Sattel, 902km gefahren, 9360 Hm erklettert.