Dienstag, 26. Juli 2016

Der Lechweg Tag 5

Tag 5: Mittwoch, 29.06.2016 (Elbigenalb - Stanzach)
(mas) Jetzt sind wir schon so weit gekommen, ich will es schaffen. Und siehe da, es geht mir besser und ich bin glücklich, den Weg wieder aufnehmen zu können. Wir treffen uns mit Sandra und Thomas und gehen die ersten Kilometer der Route zusammen. Danach trennen sich unsere Wege. Wir vereinbaren einen späteren Treffpunkt.
Kirche in Martinau
Sandra und Thomas
In der Nähe von Klimm kehrten wir in einem kleinen Gasthaus direkt an der Strecke ein. Hier bekamen wir frisch gebackenen Schokokuchen, der wundervoll schmeckte. An diesem Punkt hatten wir uns mit Thomas und Sandra nochmals verabredet. Als sie nach 45 Minuten Wartezeit nicht eingetroffen waren, machten wir uns wieder auf den Weg. Es war ein herrlicher Tag. Wir konnten die Natur und Gerüche besonders gut wahrnehmen, da wir uns nicht auf das Gehen konzentrieren mussten. 

In Martinau schauten wir uns noch eine kleine Kapelle an und jeder gab sich dort seinen Gedanken hin. Trotz der Probleme meiner beiden Knie habe ich die gesamte Strecke von 22 km zu Fuß zurückgelegt, zwar mit leicht abgeänderter Route, dennoch parallel zum Lechweg. Und wieder waren kühlen und Umschläge am Abend in der Unterkunft angesagt. Jetzt aber gute Nacht.

(bs) Aufgabe des Tages: 21 km, 300 Hm. Am Abend vor der längsten Etappe war erst einmal Pflege von Manu's Knien angesagt! Eispackungen und Voltarenwickel sollten helfen, sie wieder fit für den nächsten Tag zu bekommen. Ich studierte hingegen die Wanderkarte, um eine möglichst flache Strecke zu finden.
Manu ging es am Morgen, gottlob, deutlich besser und sie signalisierte ihr OK. Für das erste Teilstück verabredeten wir uns mit Thomas und Sandra. Und wieder, wie schon 2 Tage zuvor, hatten wir angenehme Unterhaltungen. Einfach toll die Beiden! Nach gut 1,5 Std. trennten sich unsere Wege bei Grießau, um uns noch mal später auf einen Kaffee in Häselgehr zu treffen. Wir folgten nun "stur" unserem Lechweg, immer einen Weg wählend, der dem Lauf des Flusses folgte. Meist auf festen Wanderwegen ging es durch Fichtenwälder, über große mit Blumen bedeckte Wiesen, durch die Ortschaften Klimm, Martinau und Vorderhornbach bis zum Etappenziel Stanzach. "Unser" Lechweg, am heutigen Tage auf festen Wegen, die weniger Aufmerksamkeit verlangten, schonte nicht nur Manu's Knie, er gab uns auch die Möglichkeit die Natur viel intensiver wahrzunehmen. Das Gehen wurde zum Genießen, die Schönheit der Natur wurde einem bewusster. Die ständige Anwesenheit des Flusses und die damit verbundenen unterschiedlichen Geräusche, das Gezwitscher der Vögel und das Rauschen des Windes verbanden sich mancherorts zu einer harmonischen Melodie. Mich überkam das Gefühl mal wirklich "weg zu sein." Die 22 km vergingen wie im Flug. Glücklich und zufrieden erreichten wir Stanzach.




Der Lechweg Tag 4

Tag 4: Dienstag, 28.06.2016 (Holzgau - Elbigenalb)
Hängebrücke über den Simmser Wasserfall
(mas) Aufgabe des Tages: 16 km, 580 Hm. Sie Sonne lacht, der Himmel ist blau. Auf der heutigen Route kann man eine Hängebrücke überqueren. 100 m lang und 200 m hoch. Wir beschließen, den Weg außen herum zu nehmen und schlagen die Richtung zum Simmser Wasserfall ein. Es geht mal wieder steil bergauf, wieder ca. 25 %. Wir können die Hängebrücke von unten sehen. Unvorstellbar für mich, darüber zu gehen. Es sieht aus, als würde sie freischwebend in der Luft hängen. Wenn man jedoch schwindelfrei ist, wird eine Überquerung sicherlich zu einem besonderen Erlebnis. Die Steigung will und will mal wieder nicht zu Ende gehen. Doch dann endlich ein Lichtblick. Aus dem Wald heraus werden wir mit einem besonderen Anblick belohnt. Eine Wiese voller Blumen und mit einem Weitblick, unvorstellbar. Ein Traum. Hier könnte ich ewig weiterwandern und Energie tanken. Viel zu schnell für mich geht es jedoch wieder in den Wald. Bergauf und dann alles wieder bergab. Leider war dieser Weg sehr schmal und direkt am Abgrund mit einigen Kehren. Meine Konzentration ließ nach und meine Knie schmerzten vom Abstiegen. Ich war heilfroh, als wir unten ankamen. Warum nur macht man so etwas, fragte ich mich.
Pause muss sein!
Nach kurzer Trinkpause ging ich etwas vor, orientierte mich am Schild nach Bach. Bernd folgte mir. Durch die körperliche und geistige Schwäche war mir gar nicht aufgefallen, dass wir direkt am Lech entlang wanderten. Ich weiß nicht ob Bernd es sofort registriert hat, oder ob er mir gut wollte. Ich hatte wohl für meinen Körper intuitiv den einfacheren Weg gewählt. Eigentlich hätten wir an der Gabelung links und nicht rechts gehen müssen. Aber viele Wege führen nach Bach. Dort angekommen machten wir in einem Wanderhotel Rast. Weiter ging es Richtung Elbigenalp, immer am Lech entlang. Etwa 1 Kilometer vor unserer heutigen Unterkunft machte mir mein linkes Knie dermaßen Probleme, dass ich kaum noch gehen und mich nur humpelnd fortbewegen konnte. Ich war ziemlich angeschlagen als wir unser Hotel „Alpenrose“ kurze Zeit später erreichten. Heilfroh, das Tagesziel erreicht zu haben, bestellten wir uns auf der Sonnenterrasse erst einmal etwas zu trinken: 1 Aperol Sprizz und 1 Radler für überaus günstige 12,80 Euro!!!
Danach unter die Dusche. Bernd rief derzeit bei der Rezeption an und bat um einige Eiswürfel zur Kühlung meiner lädierten Knie. Rauf aufs Bett und ordentlich gekühlt. Nach dem Abendessen nochmal das Gleiche. Anschließend mache ich mir Voltaren-Umschläge für die Nacht. Ich bat alle Engel, die Heilung zu unterstützen. Meinen Rucksack für morgen habe ich bereits gepackt, auch wenn Bernd nicht glaubt, dass ich weitergehen kann. Aber ich will morgen weitergehen und ich werde weiter gehen. Bernd hat sich noch mit Thomas ausgetauscht. Wir wollen uns morgen kurzschließen und besprechen wie es mit mir aussieht und dann eventuell noch mal zusammen gehen. Heute bin ich sehr betrübt, dieses ständige bergauf und -ab und die damit verbundene Konzentration aufrecht zu erhalten, bringen mich an meine Grenzen sowie das ständige bergab meine Knie überlastet. Das macht mir Stress, den ich bearbeiten muss. Jetzt aber gute Nacht.





Der Lechweg Tag 3

Tag 3: Montag, 27.06.2016 (Gehren – Holzgau)
(mas) Das Frühstück von Liesbeth war sehr liebevoll zubereitet. Wir konnten uns sogar kostenlos Wegzehrung einpacken. Sie ist eine echte Powerfrau mit liebevollen Augen und einem großem Herz. Es hat aufgehört zu regnen. Wer hätte das gedacht? Wir haben uns heute mit Sandra und Thomas gemeinsam auf den Weg gemacht. Mal schauen, was dieser Tag an Überraschungen bereit hält. Wir vier haben uns viel zu erzählen und es ist total lustig. Immer wieder stelle ich fest, wie ähnlich Sandra und ich uns sind. Ich habe das Gefühl, dass wir uns schon ganz lange kennen.
"Original" Lech Anhänger
Kurz vor unserem Tagesziel in Holzgau kommen wir an einer Scheune vorbei, dort hängen selbstgebastelte Lech-Anhänger aus Stein, die man für 2 Euro kaufen kann. Das Geld wirft man in ein Holzgefäß, das an der Scheune hängt. Sandra und ich suchen uns als Erinnerung einen Anhänger aus, beziehungsweise finden einen. Direkt vor unserer Unterkunft ist ein kleine Platz, an dem Kinder spielen und es sich einige Urlauber auf den dort stehenden Bänken bequem gemacht haben. Hier merke ich wie wohl ich mich unter Menschen fühle. Die spielenden Kinder, hier spürt man das Leben. Der Bauernhof von Liesbeth war ein Traum, aber dort leben? Das wäre nichts für mich. Am Abend treffen wir uns mit Sandra und Thomas zum gemeinsamen Abendessen und genießen die Zeit. Zum Abschluss des Wandertages kann ich sagen: Es lief alles perfekt, ohne Überraschungen über 21 km. Heute bin ich mit mir im Reinen. Jetzt aber gute Nacht

(bs) Tagesprogramm 21km/350Hm
Kaiserwetter
Mit dem Mannheimer Paar, Thomas und Sandra, hatten wir bereits an der Bushaltestelle in Füssen gesprochen und sie begegneten uns mehrfach am ersten und zweiten Wandertag. Wie der Zufall im Leben so spielt, waren auch Sie Gäste in dem alten Bauernhaus in Gehren. Beim gemeinsamen Abendessen und Frühstück lernten wir uns immer besser kennen. Die Chemie stimmte und wir fragten die beiden ob wir zur nächsten Tour nach Holzgau gemeinsam aufbrechen sollten. Was daraus folgte waren kurzweilige 7 Stunden mit tollen Gesprächen, viel Lachen, aber auch Phasen der Stille. Wir haben selten zuvor zwei Menschen erlebt, die uns so viel Freude bereitet haben. Und da Petrus von tief hängenden Wolken im Laufe des Tages auf Sonnenschein umschaltete, waren die Anstrengungen der Wandertour vergessen. Beim gemeinsamen Abendessen mit den beiden in unserem Hotel „Neue Post“ ging ein kurzweiliger Tag zu Ende. Wir verabredeten uns mit den beiden für den 5ten Wandertag in Elbigenalb.
Panorama

 
Unser Hotel in Holzgau

Der Lechweg Tag 2

 Tag 2: Sonntag, 26.06.2016 (Lech – Gehren)

Wer den Name vergessen hat, hier steht er!
(bs) Aufgabe des Tages: 15 km, 5100 Hm.
Die Wettervorhersage ließ nichts Gutes verheißen, es war Regen gemeldet. 15 km im Regen wollten wir uns eigentlich nicht geben, zumal wir auch keine ordentliche Regenhose im Gepäck hatten.
Der Wettergott hatte leider Recht behalten, es nieselte leicht am Morgen. Mit etwas Pessimismus und dem Regenschirm in der Hand starteten wir zur 2ten Etappe. Der als „leichter Bergpfad“ im Wanderführer beschriebene Weg stieg aus Lech zunächst steil an und bescherte uns beim Blick zurück ein wolkenverhangenes Lech.

Sturzbäche waren heute das Thema
Nach gut 5 km wurde der Pfad immer schmaler und die Hanglage fortwährend steiler. Trittsicherheit war, bei den ständig den Weg kreuzenden Sturzbächen von den höher gelegenen Bergregionen, gefragt. An einer besonders heiklen Stelle kamen wir dann doch an unsere Grenzen! Es ging steil bergab auf einen Sturzbach zu, der den Pfad fast komplett weggespült hatte. Nur mit äußerster gemeinsamer Anstrengung und gegenseitigem Helfen ging es darüber hinweg und auf wackligen Beinen weiter. Es wurde nicht leichter, sondern das Gegenteil war eher der Fall. Wir befanden uns gut 100 Hm oberhalb vom Lech und mussten nun bergab zu einer Brücke. Steil, schlammig, nasse Baumwurzeln, winklig und kräftezehrend, so die Attribute bis zur Brücke über den Lech. Dort angekommen, die erste Rast nach gut 2,5 Std. voller Anstrengung.
Zur heutigen Unterkunft waren es jetzt nur noch 5 km mit weniger technischem Anspruch, dafür war hier Kraft angesagt! Fast 300 Hm lag nun vor uns. 3 km und 1 Stunde später erreichten wir in Warth ein kleines Café und legten eine längere Pause bei Kuchen und Kaiserschmarren ein. Es folgte ein kurzer knackiger Abstieg ins Krummbachtal, über eine Hängebrücke hinweg auf die andere Seite, um anschließend wieder aufzusteigen zum heutigen Etappenziel, ein alter liebevoll eingerichteter Bergbauernhof. Der Grenzgang war geschafft.

Tag 2: Sonntag, 26.06.2016 (Lech bis Gehren kurz vor Lechleiten)
Immer dem "L" nach!
(mas) Nach einem wieder vollwertigen Frühstück im Hotel Theodul beschließen wir, trotz des Regens nicht mit dem Bus zu fahren, sondern loszulaufen. Der Weg führt sofort bergauf, an vielen freilaufenden Kühen vorbei. Ein unbekanntes Gefühl. Die Tiere sind sehr neugierig und kommen teilweise sogar auf uns zu. Es sind einige kleinere Wasserfälle zu überqueren, alle ohne Geländer. Und noch immer geht es bergauf. Doch wo es bergauf geht, geht es auch irgendwann wieder bergab. Durch den Regen gestaltet sich der Weg schwierig, weil alles völlig aufgeweicht und matschig ist. Die Wegbeschreibung im Reiseführer wird zum Vortag als eher langweilig bezeichnet. Haha, dass ich nicht lache. Für mich kam dann etwas, das ganz und gar nicht langweilig auf mich wirkte. Nein, es war die nackte Angst, die mich überfiel. Es führte uns bergab, links der Abgrund, unter unseren Füßen rutschiger, steiniger Untergrund. Das Beste lag noch vor uns, ein Wasserfall, der die Schlucht teilte. Es gab jedoch keine Überquerungshilfe. Durch den Regen waren die Steine weggespült, es gab keine Haltemöglichkeit. Ich kam an meine Grenzen. Bernd und meine Schutzengel haben mich irgendwie auf die andere Seite gebracht. Dort angekommen, zitterte ich am ganzen Körper. Es war der reinste Albtraum für mich. Dennoch kann ich nicht mehr sagen wie ich dieses Stück überwunden habe. Es ist wie ausgelöscht. Der weitere Abstieg durch die Wiesen war auch sehr anstrengend, da man immer wieder wegrutschte. Als wir unten angekommen waren, machten wir eine kurze Rast und sahen von dort aus, wie es weitergehen würde. Bernd schätze den Anstieg auf 25 %. Meinen Blick richtete ich nur direkt vor meine Füße, den Rest wollte ich nicht sehen. Dieser Anstieg sollte jedoch nicht der Letzte an diesem Tag sein. Kurz vor Warth, der ersten Einkehrmöglichkeit, ging es den Wald hinauf. Aber wirklich hinauf.
Hängebrücke bei Gehren
Jedes Mal wenn man dachte, du hast es geschafft, ging es noch weiter. Endlos lang. Du glaubst, jetzt geht nichts mehr. Dann endlich waren wir oben angekommen, in Warth. Noch immer regnet es. Wir finden ein kleines Café und stärken uns dort mit Cappuccino, Kuchen, Kaiserschmarren und Wasser. Nach 45 Min. Pause brechen wir wieder auf. Immer noch Regen. Es geht durch Warth, dann steil abwärts über eine Hängebrücke, um dann wieder steil aufwärts auf einem schmalen und matschigen Wiesenpfad weiterzukommen.
Auf schmalen Wegen

Es ist harte Arbeit für meine Muskeln. Meine Beine und mein Kopf wollen nicht mehr, nur noch eins, endlich in der Unterkunft ankommen. Wir erblicken einen Hof und ich kann es nicht glauben, dass wir es geschafft haben. Unser heutiges Ziel ist erreicht. Der Gehrner Hof. Es ist ein uriges Haus, voller liebevoller Sprüche, hier ein Herzchen, da ein Willkommensgruß. Alles so lieb. Liesbeth begrüßt uns herzlich und teilt uns Zimmer 5 (Sternschnuppe) zu. Das Zimmer ist groß und das Bad sensationell. Alles ist so liebevoll vorbereitet, die Handtücher mit Liebe bereitgelegt. Jetzt heißt es erstmal duschen. Danach gehen wir runter, um noch ein paar Fragen zu klären, die das Abendessen und Frühstück betreffen. Liesbeth bietet uns wegen des schlechten Wetters einen Schnaps an.
Ordnung muss sein!
Mittlerweile treffen immer mehr Wanderer ein. Sandra und Thomas sind auch dabei. Wir setzten uns gemeinsam in den urigen Speiseraum und unterhalten uns. Auch dieser Raum ist voller Überraschungen, wie alle Räume in diesem Haus, alles voller Liebe, eine riesige Schatztruhe. Liesbeth hat uns zum Abendessen Toasts und Salat angerichtet. Sehr, sehr lecker. Wir nehmen das Essen gemeinsam mit Sandra und Thomas ein und kommen uns näher. Wir verstehen uns auf Anhieb und haben viel Spaß miteinander. Sandra hat in Freiburg in einem Verlag gearbeitet.
Gehrner Hof
Thomas ist selbständig und entwirft und baut Möbel.
Übrigens hat Deutschland gegen die Slowakei mit 3:0 gewonnen. Das nur am Rande ;-) Leider regnet es noch immer. Mal schauen wie es morgen wird. 
Margot und Elfie sind als Letzte eingetroffen. Nach ihrer Meinung war der Weg ok. Alles gut. Wie bitte??? Meine Muskeln schmerzen, das ist aber kein Problem. Es war heute so anstrengend für mich und ich musste mich meinen Ängsten stellen. Ich glaube, ich bin halt eben doch ein Flachland-Tiroler :-) Jetzt aber gute Nacht.



Der Lechweg Tag 1


Anreise nach Lech
(bs) Man muss das Autofahren schon lieben, um sich wohl auf deutschen Autobahnen zu fühlen. Ich gehöre in jedem Fall nicht dazu, Autofahren nervt zuweilen. Über Frankfurt, Würzburg und Ulm ging es zunächst nach Füssen, dem Zielort unserer Wanderreise. Auto parken in einem Parkhaus, P5, für 25 € die Woche. Anschließend ein kurzer Rundgang durch die barocke Innenstadt, eine Kleinigkeit essen und dann mit dem Wandergepäck zum Busbahnhof. Wichtig: P5 ist gerade mal 500 m von der Haltestelle entfernt und wenn man zu Fuß unterwegs ist, braucht man eine Tasche/Koffer mit Rollen. Das Ticket kostet von Füssen über Reute nach Lech 14 €. 
An einem warmen Sommertag ist der erste Abschnitt bis nach Reute, wo wir umsteigen mussten, recht anstrengend. Bei fehlender Klimaanlage im Bus wird man hier schon recht durchgekocht. Doch der nächste Bus nach Lech hatte dann diese Annehmlichkeiten, was die Fahrt erträglicher machte. Die zweieinhalb stündige Fahrt bis nach Lech lieferte uns die ersten Eindrücke von der zum Teil doch recht rauen Landschaft und der Wildheit des Lechs. In Lech erreichten wir nach kurzem Fußweg unser 4 Sterne Hotel "Theodul", direkt am Fluss gelegen. In unserem Zimmer war das Rauschen zu hören. Das Hotel hatte überaus freundliches Personal, schöne Zimmer und verwöhnte uns am ersten Abend vor dem Wanderstart mit einem ausgezeichneten 4- Gänge-Menü.


Tag 1: Samstag, 25.06.2016 (Formariensee – Lech)
(mas) Vom Formarinsee nach Lech. Die Aufgabe des Tages 14 km/~ 250Hm.
Nun ist er also da, der Tag, an dem unsere Weitwanderung starten soll. Gedanken darüber habe ich mir nicht viele gemacht. War auch sicher besser so, weil ein völliges Hineindenken nicht möglich ist. Man muss es einfach tun, um zu erfahren. Ein Frühstücksbuffet vom Feinsten erwartet uns am Morgen im Hotel Theodul. Hier werden Produkte angeboten, die wir zwar zu Hause haben, aber noch nie in einem Hotel vorgefunden haben: Amaranth, Quinoa, warmen Hirsebrei, Birchermüsli - frisch - versteht sich, Obst und Gemüse zum Aufschneiden, Sojajogurt und -milch. Dazu natürlich das Übliche, von Käse über Wurst, Marmelade usw. Nach einer solchen Stärkung sollte der ersten Wanderung kräftemäßig nichts im Wege stehen ;-) Um zum Startpunkt, dem Formarinsee, zu gelangen, stand ein Bus zur Verfügung. Diese Wanderetappe wurde erst am heutigen Tag freigegeben, da, bedingt durch die hohe Lage von ca. 1800 m, in der vergangenen Woche noch Schnee gelegen hat. Also warteten viele Wandersleute und Tagesausflügler an der Haltestelle, bepackt mit Rucksäcken und Wanderstöcken. Hier kamen wir das erste Mal ins Gespräch mit einem Pärchen, Sandra und Thomas aus Mannheim, mit denen wir noch einige wunderschönen Momente verbringen sollten. Der Busfahrer war die absolute Frohnatur mit einem Lächeln auf dem Gesicht und lustigen Sprüchen. Auf dem Weg zum See, mussten wir eine Mautstelle passieren. Es war ihm jedoch nicht möglich, die Schranke zu öffnen. Also fragte er uns Insassen, ob jemand die Mautgebühr nicht bezahlt habe, was natürlich unmöglich war, sonst hätte der- diejenige nicht im Bus sitzen können. Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, ließ den Bus rückwärts rollen, stellte sich an die Seite und wartete auf den nächsten Bus. Diesem schloss er sich Stoßstange an Stoßstange an, um so die Absperrung zu durchfahren.
Formarinsee
Die Fahrt zum Startpunkt war atemberaubend. Der Anblick der Natur hat mich sehr berührt und es kullerten sogar ein paar Tränchen. Am Ausgangspunkt angekommen, leerte sich der übervolle Bus und die Menschen verteilen sich in alle Richtungen. Die meisten gingen jedoch zuerst in Richtung Formarinsee, wir auch. Das Wetter war frisch, aber sonnig. Die Luft war einmalig. Nach einigen Fotos vom See und vom Startpunkt, der durch einen Holzaufsteller gekennzeichnet war, machten wir uns auf die Reise. Die Quelle selbst entsprang einige 100 m unterhalb vom Startpunkt. Ganz unscheinbar sprudelte das Wasser aus der Wiese und formte sich innerhalb kürzester Zeit bereits zu einem Bach, den man trockenen Fußes nicht mehr überqueren konnte.
Der Weg ging tendenziell bergab. Schmale Trampelpfade mit steinigem Untergrund forderten die volle Konzentration auf das Gehen. Um die Natur wahrnehmen zu können, musste man stehen bleiben. Der Bachlauf wurde immer breiter und wilder. Dieser Anblick von unberührter Natur mit Felsen, grünen Wiesen, Bäumen und dem Wasserlauf war einfach phänomenal und ist mit Worten nicht auszudrücken. Als wir uns soweit von den anderen Wanderern losgelöst hatten, kamen wir an eine Stelle, die mir fast den Atem nahm. Um uns herum die Berge, zur rechten Hand der Lech, dazwischen Bäume und eine große Wiese, auf der drei Pferde und ein Fohlen grasten.
Und dort stand sie, eine Bank, die zum Verweilen einlud. Wir genossen diesen Moment und stärkten uns mit einer Kleinigkeit. Dann kamen Sandra und Thomas vorbei.
Kurz vor dem Start
Wir sprachen kurz miteinander, sie waren auch auf der Suche nach einem Rastplatz und gingen weiter. Etwas später verabschiedeten wir uns von diesem Kraftort und machten uns wieder auf den Weg. In diesem Augenblick kamen Sandra und Thomas zurück, um auch auf der Bank diese Eindrücke zu genießen, weil auch sie gemerkt hatten, dass es ein ganz besonderer Platz war. Der Weg führte rauf und wieder runter, bis wir die ersten Einkehrmöglichkeit "Unteres Älpele" erreichten. Dort nahmen wir ein schnelles Radler zu uns und weiter ging es, da der Himmel mittlerweile voller dunkler Wolken hing, was nichts Gutes verhieß. Ich legte den sechsten Gang ein. Doch das Wetter sollte schneller sein. Auf der letzten Passage durch ein Waldgebiet holten uns der Regen und ein Gewitter ein. Laut Hinweisschild waren es noch 20 Min. bis zur Bushaltestelle. Hastig zogen wir uns die Regenjacken an und gaben Vollgas. Die letzten Meter, ein steiler Anstieg, brachten mich an den Rand der Erschöpfung. Es halt nichts, wir mussten weg hier und fanden auch einen Unterstellplatz in einem Hauseingang.
Die Quelle
Dort gesellte sich dann noch ein Wanderpaar zu uns. Es blitzte und donnerte unaufhörlich. Die Bushaltestelle lag etwas oberhalb von uns. Laut Plan sollte der Bus erst in 45 Min. dort halten. Also warteten wir solange. Der heiß erwartete Bus war nicht voll, nein, er quoll über vor Menschen. 5 stiegen aus, 15 wollten und kamen auch rein. Das war Körpervollkontakt. Wir sind jedoch heil in Lech eingetroffen. Im Hotel angekommen, war erst mal eine Dusche angesagt. Das Abendessen ließ keine Wünsche übrig, auch nicht für mich als eingefleischte :-) Vegetarierin. Hier lernten wir noch die Geschwister Margot und Elfie aus Österreich kennen, die ebenfalls den Lechweg gehen werden, jedoch in 9 Tagen. Wir haben nur 7 Tage eingeplant. Jetzt aber gute Nacht.


Sonntag, 29. Mai 2016

Das erste Mal! Falsch abgebogen beim Löwentriathlon

Nun betreibe ich schon seit mehr als 30 Jahren Triathlon und noch nie habe ich mich dabei verlaufen o.ä. Doch beim Löwentriathlon am vergangenem Samstag war es dann das "Erste Mal" das ich eine Extraschleife in Anspruch genommen habe.
Landstart, im Sprint ins Wasser bei 18,5°C
Die Veranstaltung stand auch unter keinem guten Stern: An zwei Tagen, Samstag und Sonntag, sollte je ein Wettkampf stattfinden. Samstag eine Sprintdistanz 0,4/26,5/5,2km und Sonntags ein Ligarennen der Rheinland Pfalz Mannschaften. Doch das Rennen am Sonntag wurde kurzfristig wegen ausstehender Genehmigungen auf Veranstalterseite von der Triathlon Union RLP abgesagt. Diese Tatsache streute einige Verunsicherung unter die Teilnehmer und sorge für Gesprächsstoff.
 
Am "Anstieg" bei Freilingen
Der Postweiher bei Dreifelden hatte angenehme 18,5 C° und so stand dem NEO- Schwimmen nichts im Wege. Der Erste Abschnitt lief für mich ganz entspannt. Gemeinsam mit ca. 125 Starter ging es per Landstart ins Wasser. Schnell fand ich meinen Rhythmus, nahm die Bojen in einem großen Radius und hatte nach 8:07 Min, unter den Top 20 rangierend, wieder Land unter den Füßen. Bereits 2:20 Min. später saß ich auf dem Rad. Der 4mal zu fahrende Rundkurs, a. 6,4 km, war komplett gesperrt, mit leichten Anstiegen, vier 90° Grad Kurven ideal. Der Athlet brauchte sich nur aufs Radfahren zu konzentrieren. Mit einem ordentlichem Radsplitt von 43:43 Min. konnte ich mich im Feld weiter nach vorne arbeiten. Ein Top 10 Platzierung war möglich! Auf Platz 12 liegend erreicht ich die Wechselzone.
Rot:Extra Schleife! Grün: Original
Schneller Wechsel, in 52 Sek. ging es auf den Laufkurs. Alles lief auch hier bis km 4.5 nach Plan. Zwei Läufer lagen in Sichtweite vor mir, die dann den falschen Abzweig nahmen, da die Hinweisschilder von weniger Sportbegeisterten versteckt wurden. Ich und mindesten ein weiterer Läufer hinter mir folgten den beiden. Die Extraschleife, von mehr als 600m, kam gottlob wieder auf die Originalstrecke zurück. Die Schleife, (rote Punkte im Bild, grün original Strecke, Aufzeichnung Garmin Forerunner 920) kostet allerdings min. 2:10 Min. und was um so ärgerlicher ist, den Sieg in der AK 50 Wertung. Gefrustet erreichte ich auf Platz 18 das Ziel. 
Meine Endzeit lag bei 1:20:07 wobei eine 1:18:00 möglich gewesen wären! Die Siegerin bei den Damen hatte ebenfalls den falschen Weg genommen und so fast ihren Sieg dadurch verpasst. Eine Entschuldigung Seitens des Veranstalters blieb leider aus!
Maik, ein Freund und Trainingspartner, kommt immer näher an mich drann. Er war nur knappe 5 Minuten hinter mir. Er konnte erstmalig seine im Trainig erbrachten Leistung auch im Wettkamp zeigen. Beim Radfahren einen überzeugenden 33 Schnitt und für den anschließenden Lauf von ca. 5,4km benötigte er gerade mal 24:43 Minten. Stark, es wird nicht mehr lange dauern und wir Laufen gemeinam über die Ziellinie. Ich freu mich drau!!!
Positiv zum Wettkampf: 
Ideales Veranstaltungsgelände für eine Triathlonveranstaltung. Der Postweiher, ein See mit guter Wasserqualität, bereits warm, mit 18,5°C, Ende Mai. Schöne schnelle Radstrecke, mit kleinen Anstiegen und komplett für den Verkehr gesperrt. Schöne schattige, leicht selektive Laufrunde durch den angrenzenden Wald. Kurze Wege vom Auto zur Wettkampfstrecke.
Negativ:
Wechseln Rad auf Lauf nicht gerecht. Je nach Rad-Abstellplatz-Position musste man ca. 70 … 80 m mehr laufen, was bei einer Sprintdistanz nicht unerheblich ist. Ausschilderung der Laufstrecke. Hier reichen Schilder nicht, hier müssen Markierungen auf dem Boden erfolgen! Der eine oder andere Streckenposten wäre da wünschenswert. Startgeld absolut am oberen Limit! 45,00 € sind einfach zu viel.

Sonntag, 6. März 2016

Crosslauf „Rund um den Herthasee“

Hart und schwer der Crosslauf „Rund um den Herthasee“
"Die  Arbeitsgeräte"
Die  Langstrecke über 8.150 Meter, gleichbedeutend 8 Runden um den See hatte ich mir als Trainingseinheit am vergangenen Sonntag ausgesucht. Nachdem bereits 8 Läufe vor meinem Start um 13:05 Uhr ausgetragen waren, wurden die Streckenverhältnisse nicht besser. Der einsetzende Schneefall tat sein Übriges. Der Boden war tief und matschig, unzählige übergroße Pfützen säumten den Untergrund.  Das sind aber die Begebenheiten, die einen Crosslauf auszeichnen und ihm die Attribute verleihen „hart und schwer“. Den harten Bedingungen zum Trotz teile ich mir die Körner recht gut ein und spulte die Runden im 4 Minuten Schnitt runter. Mit etwas mehr Risiko wäre es evtl. noch einen Platz nach vorne gegangen.  Am Ende sprang  in 32:34Min. ein 5ter Platz heraus und in der Altersklasse M50 rangierte ich auf dem 2ten  Rang. „Alles gut“ Bei den Bedingungen 2°C und Schneetreiben.

Julia Fischer musste ich 200m vom Ziel ziehen lassen. Dies tat ich aber gerne!!!

Montag, 29. Februar 2016

1ter Indoor Triathlon in Betzdorf

1ter Indoor Triatlon, Erstmalig teilgenommen, Startnummer 1 und Platz 1 in der AK. Definitiv ganz viele "Einsen" . Der Reihe nach:-))
Die Schwimmtrainerin Mandy Jung, von dem im Vergangenen Jahr neu gegründetem Triathlonteam „DieMannschaft“, hatte Maik und mich am letzten Wochenende eingeladen beim 1ten Indoor Triathlon Betzdorf teilzunehmen. Ausgeschrieben waren 10 Min. Schwimmen 30 Min. Radfahren auf einem Ergometer und 20 Min. laufen auf einem Laufband. Der am Ende längste, zurückgelegte Weg entschied über den Sieg. Das Schwimmen fand im Molzberg Bad in Kirchen nahe Betzdorf statt.
Schwimmen: !, Rad: im Rahmen des Möglichen, Lauf:gewöhnunsbedürftig
Los ging es gegen 10:00 mit dem Schwimmen. Mit nur 3 Athleten auf der Bahn hatte man richtig Platz und des kam zu keinerlei Engstellen bei der Wende. Maik, Stefan, der erst seit 2 Jahren Triathlon betreibt und ich hatten die Ehre den Wettkampf auch zu starten. In unsere Gruppe war ich der stärkste Schwimmer und folglich machte ich auch die Führungsarbeit. Stefan konnte gerade sich noch im Wasserschatten bei mir aufhalten und Maike fehlten nicht mal eine Bahnlänge nach dem die Uhr gestoppt wurde. Mit meiner Schwimmleistung von 575m in 10 Minuten war ich durchaus zufrieden. Mehr wie 1:45/100m kann ich im Bad eh nicht schwimmen.
Vom Schwimmbad ging es anschließend ins 6km entfernte Fitnessstudio "Premium fit" nach Scheuerfeld. Die beiden Sportgeräte, Ergometer und Laufband standen direkt nebeneinander. Für einen schnellen Wechsel war gesorgt, denn die Zeit wurde beim Wechseln nicht angehalten. Die Wechselzeit fehlte einem folglich bei der Laufzeit. Der Radergometer, ein eher Mittelalter anmutiges des Gefährt, musste erst mal auf die Körpergröße eingestellt werden. Hierbei konnte nur ein Kompromiss, in Form einer optimalen Sitzposition, herausgefunden werden. Dieses „Problem“ hatte jedoch alle Athleten. Das Laufen auf einem Laufband bereitete mir im Vorfeld etwas Kopfzerbrechen. Ich habe hatte noch nie zu vor einen Tempolauf auf einem Laufband gemacht. Lediglich auf ½ Stunde Laufbanderfahrung, von vor über 15 Jahren, konnte ich zurückgreifen. Für mich eine Herausforderung in Sachen Koordination, Konzentration und Balance. Eine kurze Einlaufphase bevor es auf das Bike ging stimmte mich etwas zuversichtlicher, wobei ich nicht von Wohlfühlen sprechen konnte.
In einer mehr oder wenige angenehmen Sitzposition strampelte ich die 30 Minuten auf dem Ergometer runter. Ich versuchte die Trittfrequenz, mit 105 – 115 Umdrehungen/Min. hoch zu halten, um nachher noch einigermaßen rund laufen zu können. Nach 30 Min. standen 18,5 km auf dem Tacho. Dann runter von dem Esel, Schuhwechsel und aufs Laufband. Hier pendelte ich mich auf einen ~ 4:20 Schnitt ein und lief die verbleibende Zeit runter. Zu keiner Zeit fühlte ich mich wohl auf dem Band, mir fehlte es einfach an der Schrittlänge. Ich hatte ständig den Eindruck dass meine Schrittlänge zu kurz sei und ich mit jedem Schritt ausbremste. Die kurze Schrittlänge hatte zudem einen viel zu festes Auftreten zur Folge. Egal, war nur Spaß und den hat es auch gemacht. Nach 4,34 erlaufennen Kilometern wurde die Zeit angehalten. In Outdoor Umgebung, um bei dem Begriff der Veranstaltung zu bleiben, wäre da wesentlich mehr gegangen. 
Das Ganze war recht interessant, abwechslungsreich und hat Spaß gemacht und am Ende standen für mich 23,42km in der Ergebnisliste. Platz 5 aller Teilnehmer und Platz 1 in der AK 50. Maik hatte gerade mal ~0,8km weniger Strecke zurückgelegt und er erreichte Platz 11 aller Teilnehmer und in der AK wurde er 4ter. 
Alles in allem eine gelungene Premiere! Mandy und „Ihr Team" waren engagiert und mit Herzblut bei der Sache und die Teilnehmer brachten, an dem doch ruhigen Sonntag im Premium fit, richtig Leben in die Räumlichkeiten. Das Schwimmbad in Kirchen und das Premium fit Studio in Schuerfeld sind ausgezeichnete Sportstätten und unbedingt empfehlenswert!!! 
Eine kleine kritische Anmerkung muss dennoch gestattet sein: Ergometer und Sitzposition stark verbesserungswürdig. Meine selbst gestoppte Wettkampfzeit von Rad und Laufen lag bei 48:10 Minuten. Mein Laufband hatte 3% Steigung eingestellt, Maik hingegen hatte nur 1 % zu bewältigen. Der Ergometer von Maik hat Software Probleme und wechselte wohl mehrfach die eingestellte Leistung, so das er öffters diese regulieren mußte. Die Veranstaltung steckt noch in den Kinderschuhen und hat Potential nach oben.

Donnerstag, 4. Februar 2016

7 Tage Entschlackungskur


Fazit Di. 09.02.2016
Möchte ich z.Z. noch nicht ziehen, werde erst mal einige Tage abwarten ob noch was passiert. Eins vorweg, nur mit Obst und Gemüse käme ich nicht weit, nach 4 Tagen war der Hunger nahezu permanent präsent. Lachs bekommt mir wesendlich besser als Geflügel, sicherlich spielt dort das Fett die entscheidende Rolle. Morgens, nüchtern 200ml stilles Mineralwasser werde ich in jedem Fall beibehalten, das recht irgendwie den Organismus an.
Entschlackungskur Tag 7 Mo. 07.02.2016
Morgens 200ml stilles Mineralwasser. Der Lachs vom Vorabend zeigte noch immer Wirkung, ich hatte nahezu kein Hungergefühl. Heute geht es wieder los mit Kohlehydraten. Dunkler Reis, Gemüße und Fruchtsaft beenden die 7 Tage Entschlackungskur. Mal schauen was der Tag so bringt! Über den Tag kamen ca. 200g Reis und 2 Paprika und 300 Erbesen zusammen.Abends vor dem Schwimmtraining eine Scheibe Mehrkornbrot mit Frischkäse. Beim schwimmen habe ich mich bewußt zurück gehalten, merke aber dass die Portion Reis mir die kraft zurückgebracht hat. 
Entschlackungskur Tag 6 So. 07.02.2016
Morgens 200ml stilles Mineralwasser. Heute stehen auch wieder Proteine auf dem Speiseplan. Bis 600g Rind, oder Fisch, oder Geflügel oder Tofu und als Beilage Gemüse. Gestartet habe ich heute morgen mit 150g Geflügel, einer Paprika und 2 Eiern. Mal schauen was der Tag heute so noch bringt! Sport ging heute gar nicht, war lediglich mit Manu 1,5 Stunden draußen zu einem strammen Spaziergang. War auch besser so, denn der Kreislauf war recht unten. Über den Tag verteilt mussten einige Rosinen und getrocknete Feigen den Hunger stillen. Abends kam dann 400g Lachs in den Bockofen und dazu eine Gemüsesuppe. Der Lachs liefert mir in jedem Fall mehr Energie wie Geflügel, Das Sättigungsgefühl hilt doch recht lange an. Ach ja, Thema Körpergewicht: Minus 2,7kg
Entschlackungskur Tag 5 Sa. 06.02.2016
Morgens 200ml stilles Mineralwasser. Heute stehen Proteine auf dem Speiseplan. Bis 600g Rind, oder Fisch, oder Geflügel oder Tofu und als Beilage Tomaten. Ich Habe mich für Geflügel entschieden. Da das Wetter am Samstag sehr vielversprechend war, nutzte ich den Tag für 2 Stunden Radfahren. Auch hier fehlte mir eindeutig Energie, ich bewegte mich gleich zu Beginn immer am Rande von einem Hungerast. Meine Radflasche gefüllt mit Wasser half mir da auch nicht wesentlich weiter. Abends mussten dann nochmal Mandel und einige Rosinen das ständige Hungergefühl eindämmen. 
Entschlackungskur Tag 4 Fr. 05.02.2016
Morgens 200ml stilles Mineralwasser. Heute können 8 Bananen gegessen werden. Zum Frühstück gönne ich mir erst mal drei davon und trinke noch 200ml Mandelmilch. Bis 13:00 eine gr. Paprika und Obstsalat bis zum abwinken. Nachmittags habe ich mir dann die Laufschuhe angezogen und bin ein mal um den Wiesensee gelaufen. Der Kohlehydratentzug machte sich so langsam bemerkbar. Es lief nur mäßig rund und ich musste das Tempo deutlich reduzieren. Nach gut 30 Min. musste ich die Segel streichen.
Entschlackungskur Tag 3 Do. 04.02.2016
Morgens 200ml stilles Mineralwasser. 2 EL Chia Samen in 200ml Wasser auflösen und eine Birne. Über den Tage gibt es Gemüsesuppe „all you can eat“ und Obst. Bananen sind jedoch nicht erlaubt. Oh… ist schon hart, mittags hatte ich tierischen Hunger, da machte die Gemüsesuppe nicht gerade satt. Training: 2500m Schwimmen in Wirges. Zu meiner Freude, war ich alleine auf meiner Bahn und konnte so mein Temop und Intensität bestimmen. Wie schon tags zuvor beim Laufen war ich recht gut drauf und konnte das ein schönes Programm abarbeiten. Anschließend leider auch etwas gesündigt und zwei Hände voll Nüssen gegessen, die sind eigentlich nicht erlaubt.
Entschlackungskur Tag 2 Mi. 03.02.2016
Morgens 200ml stilles Mineralwasser. Eine große Kartoffel aus dem Backofen mit Butter und Salz. Über den Tage gibt es Gemüse in Hülle und Fülle zum Teil roh, oder gedünstet aus der Wog-Pfanne. Abends eine Hand voll Mandeln, sind eigentlich nicht erlaubt. Training: 10,5km in 50 Minuten. Habe mich richtig locker gefühlt.
Entschlackungskur Tag 1 Di. 02.02.2016
Morgens 200ml stilles Mineralwasser. 2 EL Chia Samen in 200ml Wasser auflösen und eine Birne. (Deckt den ersten Tagesbedarf von Kohlehydraten) Über den Tag verteilt nur Obst in Hülle und Fülle. Bananen sind jedoch nicht erlaubt.Sport: keiner.
Entschlackungskur
Als Ausdauersportler achte ich im allgemeine auf meine ausgewogene Ernährung. Verteufele aber nicht das eine oder andere Glas Wein, Bier oder eine Schnaps nach dem Essen. Ich liebe es auch mal richtig deftig zu essen. Allerdings verschwindet so langsam Fleisch vom Schwein und Rind von meinem Teller. Tofu, Tempeh, Seitan und Konsorten suchen immer öfters Zuflucht in unserer Pfanne. Diese Umstellung hat auch dazu geführt dass man zunehmend das Kleingedruckte auf den „neuen“ Lebensmitteln liest um dann Unbekanntes ausprobieren. Nach meiner erste Fastenkur vor nun bestimmt 15 Jahren, stelle ich mich aktuell einer ähnlichen Herausvorderung, einer Entschlackungs- Entgiftungskur. Das ist keine Nulldiät wie beim Entschlacken, sondern eine Umstellung der Nahrung für sieben Tage.  Auf 7 Tage verteilt Vitamine Tag 1,2,3, Balststoffe Tag 2,3,4, Proteine 5 und 6, Kohlehydrate Tag 7. 9220


Montag, 11. Januar 2016

Ehrung beim traditionellen Neujahrsempfang des LC Mengerskirchen

Peter Meuser (2.Vorsitzender)
Besonders gefreut hat mich die Nachricht über eine Einladung, die mich zwischen den Jahren erreicht hat, zum traditionellen Neujahrsempfang vom LCM nach Mengerskirchen. Bei dieser Veranstaltung werden die erbrachten Leistungen der Sportler aus dem zurückliegenden Jahr gedacht. Aufgrund meiner Teilnahme bei der Cross Hessenmeisterschaft und der damit verbundene Hessenmeistertitel in der Mannschaftswertung M50/55 brachten mir diese erfreuliche Ehre ein. Zusammen mit Roland Ott und  Paul Guckelsberger konnten wir den Titel in der Mittelstrecke (~6000m) gewinnen. In der Altersklasse M50/55 kam Paul, als ehem. Deutscher Meister in der M40 im Crosslauf, als 2ter in 20:21, gefolgt von Roland, Platz 7 in 21:53 und ich als 12ter 23:13 aller Teilnehmer ins Ziel. In Addition der Platzierung konnten wir mit 6 Punkten, 24 zu 30, das zweit platzierte Team aus Bad Soden hinter uns lassen. Ein toller Erfolg für die uns Oldis und den  LC Mengerskirchen.
Thomas Scholz (Bürgermeister) li.,  Roland Ott mi., Paul Guckelsberger re.